Wechselnde Ergebnisse

Die neue Haustierärztin ist anders als die bisherige. Ich habe entschieden, meiner Wahrnehmung zu trauen und nun doch den Wechsel zu wagen. Wie es scheint, ist das eher eine inzwischen entdeckte Marktlücke – zumindest wer wie wir in einer (etwas) größeren Stadt lebt, entdeckt nicht nur das Angebot als Solches, sondern findet sogar mehr als eine Anbieterin :). Insbesondere bei mehr als einem zu untersuchenden Tier finde ich das eine echte Alternative, auch wenn mir bekannt ist, dass eine Haustierärztin sicher nicht ALLES Zuhause machen kann.

Der Wechsel ist weniger der Tatsache geschuldet, dass der weiße Kater zum himmlischen Herzenskater wurde und ich mir einbilde, dass „so etwas“ nicht auch mit einer neuen Haustierärztin (oder in einer „normalen“ tierärztlichen Praxis) passieren könnte. Ich war bereits beim ersten Besuch dieser ursprünglich beauftragten Frau nicht besonders überzeugt von ihrem Kommunikationsverhalten. Ich war zwar auch genervt davon, wenn ich in der Klinik angerufen hatte und es dann gefühlt „ewig“ brauchte, bis ich zurückgerufen wurde, aber wenn ich dort war, wurde eben auch während der Behandlung nur die Behandlung durchgeführt und „fertig“ – kein Telefonat mit wem anders derweil. Wenn die Tierärztin hingegen bei mir war, klingelte immer wieder das Handy und mit einer entschuldigenden Bemerkung ging sie dran. Versuchte ich meinerseits sie zu erreichen, dann war es selbst in den von ihr angegebenen Zeiten meist so, dass sie ihre Festnetznummer aufs Handy umgeleitet hatte. Und mir zeitlich deutlich nach unserem letzten Telefonat dann irgendwann kommentarlos eine Rechnung über die noch offenen Leistungen zu stellen, ohne wenigstens in einem am Folgetag „zufällig“ von mir erneut initiierten Telefonat Mitgefühl zu bekunden, war auch nicht wirklich meine Wellenlänge. Klar lässt sich in solchen Fällen eher auf der burschikosen Ebene argumentieren, dass es besser so herum sei als wenn das Tier verstehen soll, wenn der Mensch gestorben ist. MIR hat es vor allem vermittelt, dass ich zukünftig lieber anderswo schaue, ob ich zufriedener bin mit dem Kommunikationsverhalten.

Neues Jahr, neues Glück? Mal abwarten. Die „Neue“ ist deutlich jünger als die „Alte“ ;). Und sie brachte eine Helferin mit. Sie untersuchte alle 3 hier sichtbar herumlaufenden Felltragenden „geriatrisch“ mit Blick in die Pupille und ins Maul sowie durch Abtasten vor allem der Bauchebene. Natürlich notierte sie sich auch das mitgeteilte Gewicht und den eher unbefellten Bauch des braunen Katers. Sie hörte sich an, was ich beobachtet habe im Laufe der vergangenen Wochen und hat bei allen Tieren Blut abgenommen.

Am ereignisreichsten stellte sich die Katze an, die von herzzerreißender Mitleidsschiene bis zu ausgewachsenem Wutanfall alles ausprobierte, um dem notwendigen Pieks zu entkommen, was ihr jedoch nichts half. Auch sie hat direkt nach der „Freilassung“ zwar erst einige geduckte Schritte Richtung Zimmerausgang zurückgelegt, als ihr jedoch einige Leckerlis (TroFu-Stückchen) begegneten, hat sie schier direkt „vergessen“, dass hinter ihr eine Tierarzthelferin mit einem großen Handtuch saß, aus dem sie gerade erst entkommen war. 🙂 🙂 🙂 Was die Tierärztin zu dem Kommentar veranlasste, dass sie das recht oft erleben würde, dass Tiere in der heimischen Umgebung SEHR schnell „vergäßen“, was ihnen gerade zuvor „angetan“ wurde.

Heute kamen dann via Telefon die Ergebnisse. Durchwegs „ungefähr in der Norm“. Bei allen Tieren leichte Cholesterinerhöhung, bei der Katze ein unerwartet niedriger Wert der Schilddrüse. Kann jedoch immer mal sein laut ihrer Aussage. Einfach weiter beobachten und so lange sie weder unerwartet zulegt noch sehr träge wird, reicht es aus, wenn wir in einem halben Jahr mal wieder schauen. Das Cholesterin runterzubekommen, wäre nach ihrer Ansicht zwar gut, aber erfahrungsgemäß nur selten erfolgreich. Sie sendet mir die Ergebnisse zu, so dass ich dann nochmal selbst schauen kann, wie sich das im Verhältnis zu den vorherigen verhält.

Ja – das Handy klingelte auch bei diesem Besuch. Dennoch war es eine andere Situation, weil sich in diesem Fall die Helferin um den Apparat kümmerte. Wird weiter beobachtet. Und berichtet. Wann auch immer. Grundsätzlich halte ich es immer noch für eine gute Idee, den Tieren den Transport- und Wartezimmerstress zu ersparen – insbesondere weil der rote Kater ja auf Autofahrten leicht mal mit einem epileptischen Anfall reagiert. Und da „wir“ jetzt schon seit Anfang November trotz deutlich anstrengender Erlebnisse 😦 erfreulicherweise 🙂 anfallsfrei geblieben sind – weshalb ein Risiko eingehen?

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