Beobachtungen rund um eine Stein-Diagnose

Clipart: SuppenkelleDank des wirklich SEHR entstressenden Suppenkellen-Tipps aus dem Pfotenland haben wir am Freitag erneut eine Urinprobe „ausgelöffelt“ 😉 – äh – zur Untersuchung gebracht. Entgegen der Empfehlung der TÄ sollten auch Kristalle gesucht werden statt „nur“ Bakterien – hat dann zwar knapp das Doppelte gekostet, aber die Steine im Röntgenbild sind mir immer noch allzugut (oder -schlecht) im Gedächtnis. Die eindeutig gute Nachricht lautet: keine Bakterien – will meinen, dass die Antibiotika getan haben, was sie sollten. Kristalle wurden auch keine gefunden. Was einerseits ebenfalls gut ist. Andererseits – es GAB ja linsengroße Steine zu sehen – und es wäre schon auch ziemlich klasse, wenn diese sich auflösen lassen würden.

Derzeit wird auf „Struvitstein-Auflösung“ gefüttert, da der ph-Wert sich zu weit oben befand. Ich habe gestern die ergebnismitteilende TÄ „genötigt“, mir nochmal genauer zu erklären, wie sich das denn nun verhalten würde -schließlich HABEN wir keine Sicherheit, dass es sich nicht doch um Oxalat-Steine handeln würde und dann wäre ja das ansäuernde Futter genau das Falsche.

Sie hätte es schon erlebt, dass eine Katze zunächst Struvitsteine gehabt hätte und dann seien nach einer ziemlichen Weile auch Oxalatsteine aufgetaucht. Was bei einer Katze naturgemäß (wegen ihres anderen Körperbaus) weniger „gefährlich“ sein, aber ja dennoch unangenehm. Es sei daher sicher WICHTIG, weiterhin regelmäßig den ph-Wert zu messen. Sie empfahl so etwa alle 14 Tage. MIR erscheint es derzeit eher noch immer angesagt, das etwa wöchentlich zu tun, also werde ich genau das tun. DAFÜR braucht es schließlich nur einen Streifen des Papiers zur richtigen Zeit am richtigen Ort und keine ganze Urinprobe und Laborkosten.

Nach Möglichkeit soll eher Feuchtfutter als Trockenfutter angeboten oder/und das TroFu angefeuchtet werden, bis der Kater es als „nicht fressbar“ ablehnt. Bisher erweist sich beides als eher problematisch – die meisten Feuchtfuttersorten werden vom roten Kater abgelehnt, selbst wenn ich sie in noch so kleinen Portiönchen unter das derzeit bevorzugte Urinary-Futter mische. Und „Matsch“ aus dem TroFu zu machen, findet er auch ablehnenswert. Das wird also weiter zu verfolgen sein. Immerhin trinkt er dank des Trinkbrunnens und diverser anderer Trinkgefäße schon eher recht häufig 🙂

Und natürlich wird drauf geachtet, wie sich der Kater ansonsten verhält. Geht er auffällig oft auf die Toilette und kann dann doch nichts absetzen? Putzt der den fraglichen Bereich auffällig oft? Mal abwarten. Derzeit übe ich mich in Gelassenheit und freue mich an jeder Kuschelzeit, die er mir einräumt – so wie sicher auch gleich wieder, wenn ich endlich diesen „doofen Kasten“ verlasse und mir Sofazeit gönnen werde. Wie immer – Fortsetzung folgt.

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3 Antworten zu “Beobachtungen rund um eine Stein-Diagnose

  1. Hallo Vero,

    eure Struvit-Geschichte habe ich anscheinend verpasst. Matze hat auch wieder „Hier!“ gerufen und war dabei. Wie das dann so ist: Veränderung im Verhalten, der Kater schläft mehr und morgens länger, schläft an ungewöhnlichen Orten- der Kater „hat was“. Ich habe drauf bestanden und (leider) wieder Recht gehabt. Suppenkellen-Trick der Form halber, weil wir keine andere Idee hatten und Bingo: Struvit-Kristalle und Blasenentzündung. Ich habe wieder auf die Homöopathie gesetzt. Vier Monate „Blasentropfen“ bisher- die Entzündung war ganz schnell weg. Die Kristalle haben sich auch alle verzogen. Zwei Monate soll er noch sein Mittel bekommen, dann soll das Thema angeblich Geschichte sein.
    Wir sind gespannt.

    Liebe Grüsse ins Katerland und es bleibt spannend.
    Annette+DieTerrorCatGang

  2. Hallo Vero,

    bin durch Zufall auf Deinen Blog gekommen und habe festgestellt, dass wir „Leidensgenossen“ sind.
    Mitte Februar wurde bei einer meiner Katzen Struvit festgestellt – ich bin damals aus allen Wolken gefallen, da ich immer versucht habe hochwertig (und fast ausschließlich nass) zu füttern (teilweise sogar roh).
    Leider haben die Mittel vom Tierarzt nichts geholfen…
    Spezialfutter kann ich auf Dauer nicht füttern, da dies bei 4 Katzen einfach nicht machbar ist.
    Ich habe dann auf Guardacid umgestellt und seitdem sind zum Glück die Steine erstmal weg.

    LG,

    Heike

    • Hallo Heike,
      hier ist seit dem 27.04. „Ruhe im Karton“ – bzw. wenn denn doch mal Un-Ruhe ist, weil der „Kellen-Test“ mal wieder einen WErt deutlich über 7 ergeben hat, gibt es sowohl „Silberwasser“ als auch Uropet-Paste (letztere immer wieder auf die Pfoten ins Fell gerieben, aber das verzeiht mir der rote Kater inzwischen reichlich schnell, weil er mitbekommen hat, dass es wirklich nur diese Paste ist und dass ich ihm normalerweise grundsätzlich GUTES will).
      Wir hatten hier übrigens auch bis vor einem halben Jahr 4 Felltragende – und es wurde mit etwas Übung durchaus möglich, denen dann ihr jeweiliges Spezialfutter zu geben. Ich gebe aber sofort zu, dass EINFACH = Anders ist ;).

      Viele Grüße auch an die Felltragenden (falls sie es entgegen nehmen) – schöne Seite mit Fotos durfte ich da sehen 🙂
      Vero

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