Des Einen Leid, des Andern Freud

Eigentlich wollte ich ja erst mal einen Artikel schreiben zum Thema Allergie (danke für die diversen Infos!). Nun kommt es aber anders und der andere Artikel kommt wann anders. Ihr seht es mir sicher nach, schätze ich.

Derzeit bin ich hier mit 3 Felltragenden allein, von denen eine separat lebt. Das kennen alle Beteiligten schon seit Jahren, das ist insofern nichts Neues. Dass ich derzeit allein Zuständig bin, das passiert auch hin und wieder mal. Das ist auch schon passiert, als es hier noch 4 Felltragende gab. Mit Dreien fällt die Beobachtung leichter, wie es ausschaut. Und darum dreht sich auch dieser Artikel. Um das, was ich hier derzeit beobachte.

Wenn ich allein bin, gehe ich nur jeweils mit einem der Kater an der Leine vor die Tür. Ich habe zu viel Angst, was passiert, wenn was Unerwartetes passiert – ein anderer (schwarzer oder sonstwie gefärbter) Kater, ein Hund oder was auch immer. Also gehe ich halt an einem Tag mit dem einen Kater los und am folgenden mit dem Anderen. Das scheint zwar nur begrenzt zur Zufriedenheit aller beizutragen, aber so ist es nun mal gerade.

Gestern war ich mit dem braunen Kater unterwegs. Dass er anschließend zu fressen bekommt, kennt er ebenso so schon wie wir es kennen, dass er nach dem Fressen deutlichst signalisiert, dass er gern wieder raus möchte. Er sitzt immer wieder an der Tür und quengelt (quängelt?), was das Zeug hält. Gestern fiel mir dann irgendwann auf, dass es normalerweise der braune Kater ist, der Abends auf dem (natürlich pfotensicheren!) Schaukelstuhl liegt. Seit wir hier umgeräumt haben, passiert es jedoch immer mal wieder, dass statt dessen zu dieser Zeit der Rote dort liegt.

Heute war ich nun mit dem roten Kater unten. Und obwohl es erst mal nach dem Fressen eine kurze Quengelrunde des Braunen gab, liegt er seit einer geschätzten Stunde zufrieden auf dem Schaukelstuhl. Der Rote hat nämlich die Angewohnheit, bei sich anbietender Gelegenheit meinen Pullover als Ruheplatz zu bevorzugen. Bevorzugt, wenn ich ihn (den Pullover, nicht den Kater) übergezogen habe. Das hat dann zur Folge, dass ich bleibe, wo ich bin, damit er bleibt, wo er ist ;). Und der Braune dann ebenfalls bleibt, wo er ist – und schon ist „Ruhe im Karton“ – bzw. Ruhe ohne Karton. Das finde ich ganz schön gut.

Wo ich schon mal dabei bin, erzähle ich gleich noch, dass die Katze sich angewöhnt hat, an der Gittertür zu quengeln (quängeln?), falls ihr gerade so etwas wie „laaaaangweiiiiiiiiiiliiiiiiig“ ist. Das tut sie bevorzugt in Gegenwart der derzeit abwesenden Dosine. Derzeit ist sehr deutlich feststellbar, dass sie es zwar immer mal wieder probiert, jedoch recht schnell wieder sein lässt. Ich finde das sehr erfreulich. Es zeigt mir, dass ich mich offenbar mit dem, was die Katze jeweils will, leicht arrangieren kann. Ich befasse mich mit ihr, wenn es mir „passt“ und nicht, wenn es ihr passt. Sie „weiss“ offenbar, dass es SICHER so kommen wird, dass ich kommen WERDE. Sie hat genug zu fressen und zu trinken, sie hat ein sauberes Klo und sie wird sowohl beschmust als auch bespielt. Nur halt nicht immer zu GENAU den Zeiten, die sie sich in ihr süßes Köpfchen gesetzt hat. Das finde ich auch ganz schön gut.

Advertisements

Was meinst Du dazu?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s