Vom 7. Sinn eines Patentiers

Um es mit den vermuteten „Gedanken“ von Paulila zu formulieren: „Für wie blöd hält mich meine Patentante eigentlich??“ Ja – natürlich nächtige ich auch mal in der Höhle und lasse mich immer wieder sehen. In Ausnahmefällen sogar mal kurz berühren. Aber in so ein Metallding steigen, um an Futter zu kommen? Nein, danke.“

Wobei das Foto natürlich zugegebenermaßen auf den 1. Blick mehr Holz als Draht zeigt. 😉 Dennoch ist es wohl schon dem 7. Sinn dieses Tiers zuzurechnen, wenn sie/er beschließt, dass es nur lange genug warten muss, um dann doch noch Futter zu bekommen. Und so war es dann auch. Nachmittags gab es nämlich wieder einen klaren Sichtkontakt mit Paulila. 🙂 Immerhin. Ich kam mit Fressen und wenig Zeit/Ruhe, während sie/er das Restfutter aus der Falle erstmals nicht bis auf den letzten Krümel vertilgt hatte. Aber immerhin – sie/er kam. Es scheint also, sie/er könne schon wahrnehmen, ob es gerade „gefährlich“ ist oder ungefährlich.

Als ich mitsamt Katzenfallenmensch und Katzenfalle dort ankam, schaute sie/er nämlich wirklich aus der Höhle heraus. Das war´s aber auch an Nasenspitze, was wir zu sehen bekamen. Alles Rufen, Tütenknistern, sich Entfernen aus dem Sichtbereich hat nichts gebracht. Als ich eine Viertelstunde später noch einmal ins Sichtfeld der Höhle ging, war nichts mehr zu sehen von Paulila. Nach einer Stunde fand der Mensch, der die Falle gebracht hat, dass es für Heute reicht mit seiner Geduld. Und das, wo ich dem Vorschlag einer Freundin folgend durchaus die Katzenminze in den Einsatz brachte, die sie für sinnvoll erachtete. 😦

Interessante Neuigkeiten gab es dennoch: er war schon mal auf genau diesem Hof, als es noch kein baustelliger Hof war! Und – noch interessanter – er hat eines der beiden dort immer wieder auftauchenden schwarzen Tiere tatsächlich eingefangen und mitgenommen. Und nach dem Kastrieren/Sterilisieren/Chippen zurückgebracht. Es sei daher sehr wahrscheinlich, dass genau das Tier, was das schon einmal mitgemacht hat, dann doch eher Distanz von der Falle halten würde. Würde er halt nochmal wiederkommen. Mal abwarten, ob das mehr Erfolg zeitigen wird. Ach ja: dass Paulila mich so nahe an sich heran lässt, dass ich ihn/sie immer mal wieder berühren darf, sei ein enormer Schritt. Bis ich sie mal auf den Arm nehmen dürfe, das würde sicher noch deutlich länger dauern. Mal abwarten. Zum Glück gibt es ja hier Felltragende, die das GERN mögen, da darf Paulila sich gern „anstellen“. Wer weiß, was sie/er für Erfahrungen hat…

Der Mensch hat zudem angeboten, eine katzengerechte + schwarz gestrichene Styroporkiste zur Verfügung zu stellen, in der Paulila (oder wer auch immer?) dann den Winter über nächtigen könnte. Und mir mitgeteilt, dass mich das Ganze „Serviceangebot“ nichts kosten würde. Sie seien ja froh, wenn sie Paten-Tanten und -Onkel fänden, die ihnen Bescheid sagen, wenn sich so ein Tier „an findet“. Und wenn die noch dazu füttern würden, dann wäre das viel mehr als so manche Anderen täten. Was ich schon auch seltsam finde. Ich finde es unvorstellbar, so ein Tier sich selbst zu überlassen in einer Situation, in der ich es nicht für sicher halten würde. Aber die Menschen sind offenbar unterschiedlich, so ist das.

Ich werde ihn bei unserem nächsten Kontakt fragen, ob es irgendwelche Karteilichen Informationen über das Tier gäbe, was wann auch immer schon mal Kontakt mit ihm hatte. Und es WIRD nochmal einen solchen Kontakt geben. Wann auch immer.

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3 Antworten zu “Vom 7. Sinn eines Patentiers

  1. Danke für die (virtuellen) Blumen[erröt] – tut mir ganz schön gut, Euer „Zuspruch“! Mehr dann bald wieder hier online…

    Erfreute Grüße
    von der Patentante, die immer noch nicht weiß, ob sie vielleicht ein Patenonkel ist („Ich weiß noch nicht, ob es 1 Mädchen oder 1 Junge ist. Deshalb weiß niemand, ob ich Tante oder Onkel geworden bin.“)

  2. Hey ich finde es super, was du machst. Ich hoffe, die Katze fasst genug Zutrauen zu dir, dass sie irgendwann auch so ankommt und du dich um sie kümmern kannst.

  3. Dasist wirklich toll, wie Du Dich um Paulila’s Wohlergehen sorgst. Es wird natürlich so langsam draußen ungemütlich. Auf dem einen Photo sah sie/er noch ganz gut aus, was hoffentlich auch so bleibt. Aber so manche Katze/Kater kann ja doch ganz ordentlich in Bedrängnis kommen, wenn er/sie krank werden sollte.

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