Antworten und Unklarheiten

Letzte Woche habe ich ja u.a. die folgenden Fragen hier veröffentlicht:

  1. Führt das Spritzen dazu, dass der Kater das ganz normale Futter fressen könnte?
  2. Führt das Spezialfutter dazu, dass die Werte sich schneller (oder überhaupt) normalisieren?
  3. Dürfte er trotzdem (verdünnte) Katzenmilch? Oder nur mehr laktosefreie Milch?
  4. Was ist mit Vitaminflocken?
  5. Schadet es den Anderen, die ja nicht zuckerkrank sind, wenn sie das spezielle Diabetes- TroFu als Leckerligabe immer wieder zu sich nehmen?

Dazu gab es am Freitag die folgenden Antworten von der Tierärztin:

  1. Es könnte passieren, dass er auch wieder normales Futter fressen SOLL – nämlich dann, wenn er das Diätfutter ablehnt. Das tut er jedoch bisher nicht.
  2. Das Spezialfutter führt bisher offenbar v.a. dazu, dass er derzeit offenbar aufgehört hat, abzunehmen :). Meist hilft es dabei, dass sich die Werte nicht verschlechtern, was ja auch schon mal was ist.
  3. Wenn in der Katzenmilch kein Zucker ist (Inhaltsangaben durchlesen), darf er auch weiterhin (verdünnte) Katzenmilch wie vorher auch.
  4. Vitaminflocken sind völlig unproblematisch – die enthalten ja von Hause aus kein Zucker. Auch Maltpaste geht wie bisher (obwohl sie ja Zucker enthält).
  5. So lange die anderen Tiere nicht ausschließlich das Diätfutter zu sich nehmen, ist es in Ordnung, das TroFu als Leckerli zu verwenden.

Wir mussten das Spritzen erst mal an einem Küchen-Handtuch üben und dann mit Kochsalzlösung am Kater. Nach dem ersten Spritzen sollten wir ihn so viel wie möglich beobachten, also auch daheim sein. Das hat er aber ganz gut hinbekommen, wie es aussieht. Insgesamt macht er auf uns einen etwas fitteren Eindruck :). Seine Polyphagie hat leider wieder eher zugenommen – wir waren wohl etwas leichtsinnig geworden :(. Nun packen wir wieder alles besser weg, auch die Frühstücksbrötchen und den Knoblauch :-o.

Ich habe das mit dem „Falte am Kater ziehen + loslassen und dann Spritze in den Kater entleeren“ ganz gut hinbekommen mit der Kochsalzlösung, dann aber beim ersten „Echtversuch“ leider nicht mehr (feuchter Fleck im Fell), oder evtl. auch nicht komplett. Wir haben gelernt, dass wir dann dennoch keinen 2. Versuch machen sollen, weil unklar ist, wie viel Insulin bereits im Kater ist. Insgesamt bin ich jedoch optimistisch, dass auch ich es noch lernen werde. Die andere Dosine lässt diese Falte irgendwie nicht los vor dem „Abdrücken“, was mir etwas Sorgen bereitet. Die Tierärztin hat aber gemeint, dass die Nadel so fein sei, dass keine inneren Organe versehentlich verletzt werden könnten, das beruhigt mich dann wiederum.

Er trinkt nach wie vor auffällig viel. Was natürlich auch zur Folge hat, dass er nach wie vor relativ häufig das Katerklo aufsucht. Bisher klappt es etwas jeden 2. Tag, den Urin mit dem „hinlänglich“ erwähnten 😉 Suppenkellentrick aufzufangen und zu kontrollieren. Die Tierärztin empfahl das ja und ich habe auf der Katzendiabetesseite Ketostix als Tipp entnommen. Ich habe einen Zettel geschrieben und an die Kacheln neben das Katerklo gehängt. Dort wird jetzt notiert, ob es Ketone (bisher keine :)) und was für einen Glucosewert es gibt. Und dass das Ergebnis für die Ketone 15sec. Wartezeit erfordert und der Glucosewert nach 30sec. abzulesen ist. Bisher ist der Wert auch nach einigen Tagen Diätfutter und Spritzen unverändert zu hoch, wobei das beim braunen Kater schon vorher so war, dass er trotz „normaler“ Fructosaminwerte Zucker im Urin aufwies.

Kommendes Wochenende werden wir mal versuchen, ein „Tagesprofil“ zu erstellen, indem wir einen Tag lang alle 1-2h versuchen werden, seinen Blutzucker zu messen. Ich bin sehr gespannt, aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen auch skeptisch, ob das wohl klappen wird.

Sonstige Beobachtungen:

  • Nach meinem Eindruck hat sich das feste 😉 „Stoffwechselendprodukt“ inzwischen wieder mal verändert. Die „Portion“ 😉 sieht jetzt wieder eher normal aus statt wie vorher immer wieder in kleinen Einheiten abgesetzt zu werden, was mir insbesondere aufgrund der Erfahrungen mit dem weißen Kater von vor etwa 1,5Jahren schon auch erhebliche Sorgen bereitet hat.
  • Der Kater sucht – wie ich es irgendwo bei meinen Recherchen zum Thema Auswirkungen von Diabetes/Zucker gefunden habe, auch eher Umwege, um in „höher“ gelegene Regionen zu gelangen: wo der rote Kater den direkten Sprung auf die Küchenzeile macht, geht der braune Kater zunächst auf den Stuhl, um von dort aus auf die Küchenzeile zu „klettern“.  Das KANN auch mit dem Alter zu tun haben – schließlich ist der braune Kater 3 Jahre älter als der rote Kater. Es kann jedoch durchaus sein, dass sich sein diesbezügliches Verhalten wieder ändert, wenn wir die richtige Dosis der Insulingabe lange genug angewendet haben.
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