Roter Kater kann auch klinikunterBROCHENE Nachtruhe machen

Als hätten wir nicht schon genug Stress mit dem braunen Kater, macht nun auch der Rote Kater noch welchen. Gestern Abend „erwischte“ ich ihn dabei, dass er heftige Probleme beim Kotabsatz zu haben schien. Kurze Zeit später erbrach er den kompletten Mageninhalt. Um anschließend – wie hier beschrieben – dann wieder und wieder wahlweise irgendwo in der Wohnung kleine Kotbällchen oder „Tropfen“ abzusetzen bzw. sich zu erbrechen 😦 😦 :(.

Es half Alles Nichts – die nächste Fahrt in die Tierklinik wurde fällig. Wir waren (und sind) sicher, dass es dieses Mal keine Vergiftung durch besagte Pflanze sein KANN. Dennoch. Dort angekommen trafen wir auf eine uns bisher unbekannte Tierärztin. Ich kam mir während der Besprechung vor wie eine übervorsichtige Paranoikerin :(. Gewicht ok :), Blase fühlbar leer :), Bauch weich und unauffällig :), Temperatur normal :), Schleimhäute ebenfalls :).

Sie entfernte dann allerdings unter hörbarem „Protest“ des Katers „manuell“ aus dem Enddarm ein Stück „Stoffwechselendprodukt“ – war ich also doch nicht „umsonst“ gekommen?  Abschließend (?) „empfahl“ sie neben „morgen wiederkommen, falls es nicht deutlich besser geworden ist“ etwas gegen die Übelkeit und etwas Entzündungshemmendes, falls es sich doch um FLUTD handeln würde – er sei schließlich im „passenden Alter“ und als Kater durchaus gefährdet. Außer dem Stichwort „Stress“, was ich auch in unseren Büchern dazu fand, hatte ich jedoch keinen Eindruck von „DAS ist es jetzt!“.  Natürlich erlebt er derzeit Stress wegen des braunen Katers. Erst „fehlt“ er 2 Tage im heimischen Sippenverband, dann kommt er zurück und riecht extrem fremd. Aber reicht das für die vage Diagnose FLUTD, wenn keines der  beschriebenen anderen Symptome erkennbar ist?

Nun finde ich mich ja nicht sooo „fachspezifisch“, auch wenn ich sicher aufmerksamer als manche/r Andere unsere Spitzohren beobachte. Und ja auch versuche, hier zu dokumentieren, wann was passiert ist, wenn was passiert ist. Dennoch – ich denke, dass ich meinem „Bauchgefühl“ an dieser Stelle trauen sollte: Es WAR richtig, ihn einzupacken und dort hinzubringen. Und es war auch richtig, nun keinen „Aufstand“ zu starten im Sinne von Ultraschall oder Röntgen oder so. Ich hatte erst vor recht kurzem seinen ph-Wert im Urin getestet, was ich ja ohnehin (un-)regelmäßig kontrolliere. Und seine Blutwerte wurden Anfang März ebenfalls gecheckt. Also habe ich ihn wieder eingepackt und bin mit ihm heim gefahren.

Er hat nun alles „brav“ drin behalten :). Trinkt vermehrt, aber das finde ich derzeit nachvollziehbar angesichts des Flüssigkeitsverlustes und des relativ geringen Appetits. Die Heilpraktikerin wird sicher nur wenig begeistert sein, weil die verabreichte „chemische Keule“ bestimmt das angewendete homöopathische Mittel durcheinander bringt. Und immerhin ist der rote Kater jetzt schon wieder mehr als ein halbes Jahr (!) anfallsfrei dank dieses Mittels. Dennoch – es gilt immer wieder, dass er MICH ausgesucht hat, für ihn zu entscheiden, wo er selbst nicht „entscheiden“ kann. Ich hoffe sehr, dass ich dem auch weiter gerecht werde.

Ich kam mir dennoch weiterhin „übervorsichtig“ beurteilt vor. Immerhin – ich WAR zu der Entscheidung gekommen, dass wir doch besser gleich in die Klinik fahren statt abzuwarten, ob der Kater das allein „gelöst“ bekommt. Und doch war er noch (?) nicht so kaputt und schlapp wie das letzte Mal. Stelle ich mich zu sehr an?

Die „verständlichste“ Erklärung für das Krankheitsbild FLUTD fand ich übrigens erstaunlicherweise nicht bei Wikipedia, sondern  auf einer Seite, in der es um die vegane (!) Ernährung von Katzen (und Katern) geht: www.vegan-katze.de.

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2 Antworten zu “Roter Kater kann auch klinikunterBROCHENE Nachtruhe machen

  1. Nein, Vero- du stellst dich nicht zu sehr an. Heimdiagnosen und Vermutungen helfen uns und den Fellen immer nur bedingt weiter. Die Nerven entspannen sich erst, wenn der Fachmann dran war. Das ist einfach so. Klar, jedes schulmedizinische Mittel stört das fragile homöopathische Gleichgewicht. Unser Homöo-Doc erlaubt jedoch bei während seines Urlaubes auftretenden Katastrophen ein Antibiotium. Nur bei Kortison wird er zickig. Also- ich wäre auch zum TA gegangen. Das bin ich meinen Nerven und der Gesundheit der Fellnasen schuldig.

    • Da bin ich aber froh, von DER FF 🙂 so einen Kommentar zu bekommen. Ich habe vorhin beim Telefonieren auch genau sowas zu hören bekommen – dafür GIBT es Tierkliniken und Ärzte/Ärztinnen – die sich fachlich auskennen. Und letztlich verdienen sie sogar noch IHR (unser) Geld damit, dieses sich Auskennen an unsere Nerven weiterzugeben.

      Wieso passiert sowas eigentlich vermehrt am Freitag Abend, wenn „normale“ Tierärztinnen/Tierärzte im wohl verdienten Wochenende sind? Kleine Kinder machen das auch bevorzugt an solchen Tagen/Abenden, oder?
      LG Vero samt Pennfellen ^^

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