Wer bestimmt, wann es Fressen gibt?

Wir sind immer noch dabei, die richtige Menge Insulin herauszufinden, die der zuckerkranke braune Kater braucht. Immerhin ist inzwischen der im Urin enthaltene Zucker herunter gegangen, den wir ja alle paar Tage mit den Teststreifen kontrollieren. Die „Tagesprofile“ sind immer noch schwerer als erhofft, aber doch möglich. Sie zeigen, dass er auf die verabreichte Insulin-Sorte „erwartungsgemäß“ reagiert mit einem ausreichend langsamen „Ab-Fall“ und einem langsamen Wiederanstieg des Blutzucker-Wertes.Was ja auch schon mal was ist.

Als ich mit der Tierärztin nochmal darüber redete, dass wir uns auch mehr Schlaf erhoffen, wenn der Kater richtig „eingestellt“ wäre, machte sie klar, dass das nur über feste Futterzeiten möglich werden wird.

So lange der Kater den Eindruck bekommt, dass er nur lange genug quengeln muss, um etwas zu Fressen zu bekommen, so lange, wird er immer wieder und weiter quengeln. Richten wir hingegen feste Futterzeiten ein, wird er – sehr wahrscheinlich – sehr schnell lernen, dass alles Quengeln nur zu maximal „Aussperren“ führt. Herzlos? Naja. Je weniger Schlaf wir bekommen, je dünner sind unsere Nerven. Je öfter der braune Kater (oder auch der andere Kater) „erfolgreich“ quengelt, je öfter wird er das anwenden – wie wir ja bei den „Methoden“ der Katze schon erlebten. Ich halte sie an dieser Stelle tatsächlich für so etwas wie „intelligent“ – wenn sie merkt, dass ein bestimmtes (Fehl-)Verhalten zu etwas führt, was SIE spannend/wichtig/nötig findet, dann merkt sie sich das.Und wendet es an und an und an …

Der Kater scheint an dieser (?) Stelle ähnlich drauf zu sein. Das wirklich Schwierige daran ist weniger, dass die festen Futterzeiten auch am Wochenende einzuhalten wären. Katzen und Kater können „lernen“, dass es Sonntags später Fressen gibt. Das wirklich Schwierige sind die „Zwischengaben“. Wenn der Kater das zusammenbringt mit „hat es also doch geholfen, nur ausreichend lange zu quengeln“, dann ist die konsequente Einhaltung der normalen Futterzeiten nutzlos :(.

Katzen und Kater haben bekanntlich keine Herrchen oder Frauchen, sondern Dosenöffner/innen. Wenn die sich plötzlich anders verhalten, indem sie feste Futterzeiten „wollen“, dann ist das eine Herausforderung für alle Beteiligten. Insbesondere dann, wenn die Dosenöffner/innen zu unterschiedlichen Zeiten aufstehen und das Haus verlassen. Und wenn es gilt, 3 Mahlzeiten pro Tag zu „relativ“ festen Zeiten unterzubringen. NOCH bin ich guten Mutes, dass das gelingt – ich hoffe sehr, dass das so bleiben wird.

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