Bitte kein Cortison bei Diabetes

Gestern Abend erschreckte uns der braune Kater. Er hat seit 2 Tagen zu ungewöhnlichen Zeiten hörbar gequengelt, was wir zunächst darauf schoben, dass er anfängt zu „vergessen“, dass er gerade erst Fressen bekommen hat. Schließlich ist er geschätzte 16 Jahre. Da kann so etwas wie Demenz schon auch passieren. Da er auch sonst schon häufiger mal quengelt, haben wir uns erst mal  „nur“ gefragt, ob jetzt der Zeitpunkt eingetreten ist, vor dem uns die Haustierärztin schon vor einiger Zeit „gewarnt“ hat – Quengeln ohne Grund würde ihr bei älteren Katzen (und Katern) schon häufiger mal unterkommen. Die Klinik hat das bestätigt. Da wäre nicht viel zu machen.

Als wir gegen 20 Uhr wieder heim kamen, forderte er jedoch KEIN Futter ein. Schon eher untypisch. Als er gegen 21 Uhr beim Toilettengang erbrach, war ich jedoch endgültig alarmiert. Er lief durchaus interessiert und „wie immer“ einem geworfenen Leckerli hinterher. Dass er diese dafür sehen können muss, wissen wir schon länger. Er ist ja eindeutig schwerhörig und interessiert sich nur noch für gesehene Leckerlis. Inzwischen vermuten wir, dass er eher ganz taub ist. Er machte jedoch insgesamt einen eher schlappen Eindruck. Als er dann schier umfiel bei dem Versuch, den Ort zu wechseln, hat es mir gelangt. Er wurde in den Transportkorb verfrachtet und wir fuhren in die Klinik.

Dort war die diensttuende Ärztin eher distanziert. Natürlich KÖNNTE man jetzt alles Mögliche kontrollieren. Wie viel Sinn das jedoch machen würde, sei unklar. War es uns auch. Vielleicht sei es ein leichter Schlaganfall gewesen.Da er Diabetiker ist, verbiete sich allerdings die Gabe von Cortison. Auf unsere Rückfrage hin erkläre sie uns, dass Cortison den Zuckerwert „gen Himmel“ treiben würde. Das würde niemand wollen – stimmt.

Inzwischen habe ich recherchiert – Schlaganfälle bei Katzen sind recht selten. Aber die in diesem Zusammenhang häufiger genannten Symptome eines „Vestibulär-Syndroms“ treffen auch nicht zu – kreiseln hin oder her – keine Kopfschiefhaltung und auch kein Augenflackern.

Also ist es wohl eher etwas anderes.Sie empfahl auf jeden Fall mal die so genannte „Konventionelle Therapie“ in Form von Flüssigkeitszufuhr und etwas gegen das Erbrechen. Dem stimmten wir zu. Mir fiel erst deutlich später auf, dass ich das mit dem Erbrechen IM KaKlo ruhig mehr hätte betonen sollen. Der weiße Kater, der vor etwas über 2 Jahren zum himmlischen Herzenskater wurde, hatte ja auch heftige Probleme beim Kotabsatz. Und Erbrechen beim oder kurz nach dem Absetzen von Stoffwechselendprodukten würde in der Regel auf Überanstrengung bei eben dem Versuch des Absetzens hindeuten.

Da der „normale“ halbjährliche Standardkontrolltermin mit der Haustierärztin bereits vereinbart ist, schlug ich vor, nun einfach jetzt schon das Blutbild machen zu lassen, um zu sehen, ob evtl. noch irgendwo eine neue „Baustelle“ wie z.B. Nierenfehlfunktion sichtbar wird.

Gab es nicht, um das Ergebnis mal vorwegzunehmen. Lediglich der Wert zur Bauchspeicheldrüse war „abnormal“. Das kann auf eine Entzündung hindeuten. Oder auf einen Tumor. Wenn wir es genauer wissen wollen, müsste das eingeschickt werden. Und der Kater müsste dann auch geröntgt werden.

Ähh – ja. Oder genauer – nein. Wir haben uns dafür entschieden, erst mal mit ihm heim zu fahren. Heute macht er einen deutlich fitteren Eindruck. Immerhin. Er hat gefressen, er hat getrunken, er war auf dem KaKlo. Nun hoffen wir, dass es das war. Ihr auch, schätze ich. Wer hier öfter mit liest, wird es erfahren.

Update: Die gerade getestete Urinprobe hat als ph-Wert die „üblichen“ 6,8-7 ergeben. Der Test auf Zucker im Urin ist allerdings erstmals komplett negativ (also: nicht nachweisbar!) ausgefallen – immerhin auch keine Ketone festzustellen. Weiterhin untypisch: er hat vom Nachmittagsfressen etwa die Hälfte stehen/liegen lassen. Ergibt im Ergebnis dann wohl, morgen mal vorfristig mit der Haustierärztin reden.

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