Kein Cortison bei Epilepsie?

humpelkumpelDie gute Nachricht zuerst: Die Wundheilung bei der Katze scheint wirklich problemfrei zu verlaufen! 🙂 Da brauchte es kein Cortison! 🙂 Dafür (?) bzw. statt dessen (?) sind wir gestern Abend mit dem roten Kater in die Klinik gefahren. 😦 Der sollte dann kein Cortison bekommen, weil er ja Epileptiker ist. Aber der Reihe nach:

Der rote Kater hat gestern sehr „versucht, seine linke Hinterpfote zu entlasten“, um es mal so zu formulieren. Hat er evtl. doch Schmerzen in der Hüfte oder im Bein aufgrund des Anfalls von vorgestern davon getragen? Außerdem hat er relativ viel geschlafen und kaum gefressen. Da ich mich außerstande sah, nun einfach (?) bis zum nächsten Morgen abzuwarten, wurde der Kater in den Transportkorb verfrachtet.

Die dienst tuende Tierärztin fand das „Humpeln“ zwar sichtbar, jedoch eher unauffällig – schließlich würde er schon alle vier Beine belasten. Bei einer Abtastung stellte sich dann allerdings doch heraus, dass das Bewegen des linken Hinterbeins ihm deutlich mehr „Unbehagen“ bereitete als die gleichen Bewegungen am rechten Hinterbein. 😦

Nachdem sie zudem mit einer Körpertemperatur von 40°C echtes Fieber beim Kater feststellte, sah sie dann nichtsdestotrotz Handlungsbedarf. Wegen seiner Epilepsie riet sie von Cortison ab, weil das die Krampfschwellenhöhe (?) absenken würde. Manchmal frage ich mich, wann Cortison überhaupt eingesetzt werden kann – vor einiger Zeit wurde ja schon mal wegen vorhandener Diabetes davon abgeraten – allerdings in der gleichen Klinik. Vermutlich muss das zu behandelnde Tier eine gute „Grundgesundheit“ aufweisen – dann allerdings braucht es auch kein Cortison, oder?

Er bekam jedenfalls eine antibiotische (cortisonfreie) Spritze sowie ein schmerzstillendes (ebenfalls cortisonfreies) Mittel und wir die Anweisung, ihn zu beobachten. Sollten wir ihm zu Hause Temperatur messen können, wäre das natürlich sehr gut. Ansonsten galt/gilt das „Übliche“: Frisst er – wenn ja, wie viel? Ist er aktiv oder eher apathisch? Wie bewegt er sich?

Morgen dann erneut vorbeikommen und die „Auffrischung“ abholen sowie noch einmal Temperatur messen, falls wir damit gescheitert sein sollten. Immerhin: er hat dann abends direkt noch ordentlich gefressen und war in der Nacht auch mehr schlafend als unruhig. Und er fand heute früh dann auch wieder den Weg auf den (leider sehr hohen) Schrank, obwohl ich doch gedacht hatte, ihm den versperrt zu haben mit einer Fülle von Kissen auf der unteren Absprungplattform.

Nun schläft er vermutlich einen „Schlaf der Genesenden“, da ich mich entschlossen habe, einerseits arbeiten zu gehen und andererseits doch noch einmal die Tür zwischen der Katze und dem Kater zu schließen. Die Katze ist nämlich seit dem (ersten) Anfall eher nicht so wirklich gut auf ihn zu sprechen – weshalb ich zunächst darüber nachdachte, diesen Artikel mit „Neues aus dem Zuhause der Radaukatze“ zu betiteln. Immerhin sieht es so aus, als würde sie wirklich vor allem Radau machen statt ihn real anzugreifen. Verunsichern tut es ihn natürlich (?) trotzdem – vermutlich so, wie sie durch seinen aktuellen Zustand verunsichert ist und genau deshalb Radau macht? Könnte sein.

In diesem Zusammenhang ist mir übrigens mal wieder aufgefallen, dass dieses Blog immer wieder nützlich auch für meine eigenen Recherchen ist. Mir fiel ein, dass es in unserem Haushalt doch schon einmal einen Humpelkumpel gab. Dort fand ich dann die Information, dass es evtl. auch helfen könnte, die Haustierärztin anzurufen. Die mir dann das Mittel nannte, wonach ich nachher die Heilpraktikerin fragen kann.

Ich werde also auch dann weiter bloggen, wenn nur wenige Kommentare öffentlich zeigen, dass es auch Andere interessiert, was ich hier so zusammen schreibe. Immerhin GIBT es Kommentare 🙂 Ich kann anhand der Statistik auch sehen, dass dieses Blog immer mal gefunden wird wegen der Inhalte. Auch wahr. Vielleicht schalte ich die Kommentarfunktion einfach mal wieder um? Ja – das werde ich mal probieren. Vielleicht führt das ja dann auch wieder zu mehr Kommentaren?

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2 Antworten zu “Kein Cortison bei Epilepsie?

  1. also ich glaube ja nicht, dass der Kater so schnell eine Antibiotikaresistenz entwickelt. Dazu braucht es schon langanhaltenden Gaben. Wir haben bei unseren Spitzohren auch immer mal wieder Antibiotika geben müssen, auch diese Langzeitspritze, die 15 Tage hält, und es gab später nie Probleme. Jedenfalls giute Besserung von mir und der ganze Spitzohrenfamilie.
    Sabine

  2. Update: die Heilpraktikerin hat es gefreut, dass es kein Cortison gab. Sie fand es schade, dass sie keine Chance bekam, das als Erstverschlimmerung zu erkennen bzw. zu benennen, was nach ihrer Ansicht (und der ihrer Lehrbücher) genau das war. Nun bleibt abwarten und beobachten, was „stärker“ ist – die Kügelchen oder die Schulmedizin. Was kann im schlimmsten Fall passieren? Dass der Kater doch noch einmal in absehbarer Zeit einen neuerlichen (Doppel-)Anfall bekommt. Und evtl., dass er auf das Antibiotikum künftig eine Resistenz entwickelt. Ich schätze, das sind Beides auszuhaltende Konsequenzen aus der aktuellen Lage.

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