Die 7 (?) Sorten des Schnurrens

Immer mal wieder denke ich darüber nach, einen Beitrag über das Schnurren zu schreiben. Besonders dann, wenn es dunkel ist und sich am Schnurren erkennen lässt, welches Spitzohrenpaar sich gerade zu mir gesellt. Ja – ich weiß – es gibt auch das Schnurren, was aus Angst erzeugt wird. Und auch das, was quasi aus Angst vor Schmerzen zu hören ist. Das sind jedoch beides eher die Ausnahmen – glaube ich. Die anderen 5 mir/uns bekannten Arten sind:

  1. „Sein Schnurren 1“: oft leicht zu erzeugen durch simples kurzes Streicheln und oft lang anhaltend.
  2. „Ihr Schnurren 1“: eher schwierig zu erzeugen durch Streicheln. Ertönt meist als „Echo“ auf sein Schnurren 2.
  3. „Sein Schnurren 2“: wird genutzt als Zeichen, dass „wir“ jetzt zum Einschlafen bereit sind – dazu bedarf es lediglich des Körperkontaktes zwischen uns. Wesentlich lauter als ihr Schnurren.
  4. „Ihr Schnurren 2“: Leises, oft nur durch gelegentliches Finger auf die Kehle legen spürbares Schnurren, was mit der Zeit etwas lauter wird, wenn sie einfach nur auf meinem Schoß liegt.
  5. Und falls ich – oder wer auch immer sonst – gerade mal wieder Schnurren nötig hat, ohne dass sich ein Spitzohrenpaar dafür zur Verfügung stellt: hier klicken – dann ertönt eine virtuelle Endlosschleife.

Ob es noch andere Geschichten rund um das Schnurren gibt? Keine Ahnung – vielleicht wollt Ihr ja Eure hier teilen?

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2 Antworten zu “Die 7 (?) Sorten des Schnurrens

  1. Ja, da hab ich was beizusteuern 🙂 :
    a) Das Ganzkörperschnurren: zu hören/spüren beim hiesigen Kater, wenn er auf den Arm genommen wird (was er, im Gegensatz zu vielen Katzen, gern hat). Das Schnurren ist akustisch kaum hörbar, dafür geht durch den ganzen Körper langanhaltend ein leises Vibrieren. Deutbar scheint mir das als ausgeprägtes Vergnügen.
    b) Das Vorfreude-auf-Leckerli-Schnurren: bei einer sehr verfressenen Katze hier beobachtbar. Die Katze sieht den Dosenöffner, wie er sich in die Nähe der Leckerlipackung begibt, um ihr (nach gewissem rituellem Drumherum) eines davon zu geben. Oder zwei. Oder eher mehrere, Die Katze starrt wie gebannt auf die Leckerlipackung und schnurrt dabei. Sowie sie das Leckerli hat, hört das Schnurren auf. Nach dem Runterschlucken geht es zum Zeichen, dass Leckerli Nr. 2 gewollt wird, wieder los. (Wirkt wie: Ja, ja, los, mach, genau, die Packung da drüben, mach schon, schneller, mach sie auf, gib mir was, jaaaa, genau…..,). Die anderen Katzen des Haushalts zeigen dieses Schnurren nicht. Das Gleiche gilt für das erstgenannte Schnurren: ist wohl eine individuelle Variante und keine von der ganzen Tierart so gemachte.
    c) Das Selbstberuhigungsschnurren: die Katze hat gerade etwas Schlechtes erlebt oder hat Schmerzen und zieht sich in ihr Körbchen zurück und schnurrt. Die Art, sich durch Schnurren selber zu beruhigen oder zu trösten, wird öfter in Katzenbüchern beschrieben.
    Die oben im Hauptartikel beschriebenen Formen kenne ich auch alle.

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